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Nationale Ausstellungen 2011
Richtereinladungen ins Ausland 2011
FCI Euro Dog Show 2011
FCI World Dog Show 2011
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alle Termine ohne Gewähr
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Vorbereitungen auf eine Ausstellung
Allgemeines
Hundeausstellungen werden
vielfach als Schaufenster der Hundezucht bezeichnet. Züchter zeigen ihre
Zuchtergebnisse und unterstellen sie einer Qualitäts- bzw. Standardkontrolle
durch den Richter. Der Züchter erfährt dadurch, wo er mit seiner züchterischen
Arbeit innerhalb der ganzen Rasse steht.
Doch Ausstellungen sind
auch für Besitzer eines ganz normalen Familienhundes sehr interessant und können
mit großer Begeisterung zu einem zeitintensiven und aufwendigen Hobby werden.
Nicht vergessen darf
man schließlich die Bedeutung einer Hundeausstellung für die
Ausstellungsbesucher. Viele Leute besuchen eine Hundeausstellung, um sich ein
Bild über eine bestimmte Rasse zu machen, die verschieden Rassen miteinander zu
vergleichen, Züchteradressen zu erfahren oder mit den Ausstellern über
rassespezifische Probleme, Haltungs- und Erziehungsfragen zu diskutieren.
Eine Hundeausstellung ist sowohl für den Hund als auch für seine Bezugspersonen ein großartiges Ereignis. Damit es aber für beide Seiten auch ein positives und unvergessliches Erlebnis wird, braucht es einiges an Vorbereitung und auch etwas Fachwissen. Es empfiehlt sich, dass der Hundehalter seine erste Hundeausstellung ohne den eigenen Vierbeiner besucht. So hat er genügend Zeit sich überall umzuschauen, mit erfahrenen Ausstellungsprofis zu diskutieren, Tipps zu erfragen, sich mit der Tagesordnung vertraut zu machen, etwas über die Unterbringung der Hunde in den Boxen zu erfahren oder auch über das richtige Vorführen der Hunde im Ring sowie über die Bewertungskriterien. Zudem wird an jeder Hundeausstellung ein interessantes Rahmenprogramm angeboten, dass vor allem für den Ausstellungsanfänger sehr zu empfehlen ist.
Die Vorbereitung auf eine Hundeausstellung
Hat sich der Hundehalter
entschlossen mit seinem Hund eine Ausstellung zu besuchen, so erfährt er aus der
Zeitschrift "Hunde" oder bei der kynologischen Gesellschaft des entsprechenden
Landes, wann und wo Hundeausstellungen stattfinden und wo die Anmeldeunterlagen
angefordert werden können.
Nach erfolgter
Anmeldung wartet der Ausstellungsneuling aber nicht etwa gelassen auf den Tag
der Ausstellung. Für ihn und seinen Hund beginnt vom Tag der Anmeldung an die
harte Vorbereitungsarbeit, nämlich das Ringtraining. Unter dem Begriff
"Ringtraining" versteht man das gewünschte Verhalten des Hundes im Ring üben.
Und der "Handler" ist die Person, die den Hund im Ring vorführt.
Die Präsentation des Hundes im Ring
Im Ring wird der Hund in der Bewegung und im Stand gezeigt. Der Hund muss in flüssigem, motiviertem, ausdrucksstarkem Trab an der lockeren Leine auf der linken Seite des Handlers sein Gangwerk optimal zeigen können. Die Präsentation erfolgt in Runden oder im Dreieck. Der Hund darf weder an der Leine zerren noch mit der Leine, dem Arm oder der Kleidung des Hundeführers spielen noch herumschnüffeln oder gar bellen und knurren. Ein wahrer Champion weiß, was er seinem Ruf schuldig ist und beherrscht sich im Ring in jeder Situation.
Weiter wird der Hund dem
Richter im korrekten Stand präsentiert. Die Vorder- und Hintergliedmassen sollen
dabei parallel stehen, nicht zu breit, aber auch nicht zu eng, ohne ausgedrehte
Pfoten und so, dass der Hund nicht überbaut erscheint. Dabei sollen die
Winkelungen schön zur Geltung kommen. Auch im Stand ist es wichtig, dass der
Hund motiviert ist und mit seiner selbstbewussten Ausstrahlung den Richter von
seiner überragenden Schönheit überzeugen kann. Ein Hund der gelangweilt und
schlapp mehr vor dem Richter liegt als steht oder nur Lumpereien im Kopf hat und
herum zappelt, ist kein Winnertyp und hat keine Chancen auf einen Sieg, auch
wenn seine Anlagen noch so gut sind.
Schließlich will der
Richter das Gebiss des Hundes sehen. Dabei werden die Lefzen nacheinander auf
beiden Seiten und vorne vorsichtig angehoben. Der Hund muss die Gebisskontrolle
ruhig und ohne Widerstand über sich ergehen lassen und auch das Abtasten seines
Körpers durch den Richter zulassen.
Das Ringtraining
Viele Ausstellungsneulinge sind überzeugt, dass ihr Hund sowohl stehen als auch traben kann. Sie vergessen dabei, dass es sich beim Stehen und Traben im Ring um ein anderes Stehen und Traben handelt, als es sich der Hund beispielsweise vom Spaziergang her gewöhnt ist. Wichtig beim Üben ist, dass für die einzelnen Elemente immer die gleichen Kommandos gebraucht werden. Es empfiehlt sich dringend, für die Ringarbeit andere Kommandos zu verwenden als etwa auf dem Übungsplatz oder auf dem Spaziergang. Im Ring läuft der Hund zum Beispiel nicht "Fuß", sondern hat einen gewissen Abstand zum Handler, denn sonst wird er in seinem Bewegungsablauf eingeschränkt. Wenn der Handler und sein Hund Ausstellungsneulinge sind, ist es von Vorteil, wenn am Anfang immer auf dem gleichen Platz und das "Stehen" sogar immer an der gleichen Stelle geübt wird. Der Handler und sein Hund lernen so den Ablauf der Präsentation leichter kennen und der Handler kann sich voll auf seinen Hund konzentrieren. Nicht vergessen werden darf, dass auch das Zeigen der Zähne ausgiebig geübt werden muss.
Wichtig beim Üben ist:
· Nur kurz aber möglichst täglich üben
· Den Hund loben, wenn er etwas korrekt gemacht hat
· Freude zeigen über die Fortschritte des Hundes
· Geduldig sein
· Die Übung immer wieder unterbrechen und kurz mit dem Hund spielen
· Den Hund motivieren
Der Hund muss überzeugt sein, dass die Arbeit im Ring etwas Sensationelles und einmalig Spannendes ist.
Die Pflege des Hundes
Selbstverständlich gehört die intensive Pflege des Hundes auch zu den Ausstellungsvorbereitungen. Ein tadellos gepflegtes Fell sowie blitzblank saubere Zähne und Ohren sind für einen Ausstellungshund eine Selbstverständlichkeit. Mit der Pflege des Hundes beginnt man rechtzeitig. Bei Bedarf wird der Hund gebadet, jedoch nicht erst am Abend vor der Ausstellung. Ebenfalls muss das Impfbüchlein rechtzeitig kontrolliert werden. Eine jährlich erneuerte Tollwut-, Staupe- und Parvo-Impfung empfiehlt sich für einen Ausstellungshund unbedingt.
Die Ausrüstung
Die Ausstellungsausrüstung für den Handler und seinen Hund muss ebenfalls vorbereitet werden.
Für den Hund benötigt man:
· Wassernapf
· Decke
· Bürste
· eventuell Ausstellungsleine und –Halsband
· Stammbaum
· Impfpass
· Spielzeug
· Futter
Für den Handler benötigt man:
· Bequeme, saubere, farblich zum Hund passende Kleidung
· Gute Schuhe, ohne rutschige Sohle und allenfalls wetterfest (trotzdem keine Wanderschuhe!!)
· Klappstuhl
· Sicherheitsnadeln zum Befestigen der Startnummer
· Eintrittspapiere
· eventuell Stadtplan/Landkarte
Alle diese Sachen werden spätestens am Vorabend der Ausstellung vorbereitet, so dass am Ausstellungsmorgen die Anreise rechtzeitig und ohne Stress in Angriff genommen werden kann.
Ablauf einer Hundeausstellung
Bei einer längeren Anreise
soll die Fahrt durch regelmäßige Pausen unterbrochen werden, so dass der Hund
Gelegenheit hat, sich zu versäubern. Der Hund soll im Ring ausgeruht, frisch und
motiviert sein und nicht nervös und gestresst von einer hektischen Autofahrt in
den Ring gezerrt werden. Im Ausstellungsgelände angekommen, orientiert man sich
anhand des Ausstellungskataloges über den Standort des Ringes und der Boxen. Mit
Vorteil richtet man sich einen Platz in der Nähe des Ringes ein, so dass man
immer beobachten kann, was im Ring abläuft und seinen Auftritt nicht verpasst.
Die verbleibende Zeit
bis zur Präsentation im Ring macht der Handler für den Hund so angenehm wie
möglich. Er bleibt bei seinem Hund und lässt ihn nicht bis kurz vor der
Präsentation allein. Der Handler muss möglichst ruhig bleiben, denn bekanntlich
überträgt sich die Nervosität auch auf den Hund.
Ist die eigene Klasse an der Reihe, präsentiert man den Hund dem Richter. Der Richter sagt auf jeden Fall, ob er zuerst den Hund im Stand, in der Bewegung oder die Zähne des Hundes sehen will. Der Hund muss im Ring jeden Moment spüren, dass er der Star und in jedem Fall für seinen Handler der Beste ist. Der Handler hat nur wenige Minuten Zeit, seinen Hund im Ring zu zeigen. Und in diesen paar Minuten muss alles optimal stimmen. Es nützt nichts, wenn der Hund zu Hause wie ein Meister traben kann und wie ein Monument steht, denn der Richter kann nur bewerten, was ihm gezeigt wird.
Ausstellungstipps
Für die Präsentation im Ring keine flatternden Blusen oder Jacken anziehen. Der Richter will den Hund und keinen Stoff sehen.
Keinen Schlüsselbund und keine Münzen, die beim Laufen zu hören sind im Hosen- oder Jackensack aufbewahren.
Eine Hundemarke, ein Adressanhänger oder auch ein Glöcklein gehören nicht ans Halsband eines Ausstellungshundes.
Den Hund
nicht mit einer Auslassleine oder allgemein nicht mit einer zu langen Leine
vorführen.
Keine vergammelte Leine verwenden.
Die Leine so halten, dass sie dem Hund nicht um den Kopf baumelt.
Darauf achten, dass der Hund nach Betreten des Ringes sofort richtig gestellt wird. Oft entscheidet der erste Eindruck, den der Richter von einem Hund hat.
Nie zwischen Hund und Richter stehen; Die Position immer entsprechend verändern, so dass der Richter jederzeit eine optimale und ungestörte Sicht auf den Hund hat.
Den Richter immer im Auge behalten und seine Weisungen strikt einhalten.
Den Entscheid des Richters akzeptieren und dem Sieger gratulieren.
Den Ausstellungsbesuchern jederzeit freundlich und bereitwillig Auskunft geben.
Ich hoffe, möglichst viele Leserinnen und Leser "gluschtig" gemacht zu haben und vielleicht an einer der nächsten Hundeausstellungen zu treffen. Denn auch hier gilt: "Übung macht den Meister"!
Quelle: http://www.swiss-website.ch/bernersennenhund/aktuelle.htm
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